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Bildschirmzeit und Kinderaugen: Was wirklich hilft

Claus Erb

Dipl.-Optiker · Inhaber · Wollensak-Erb Optik

Ein Junge mit Brille sitzt nachdenklich an einem Tisch mit Heft und Tablet und schaut aus dem Fenster.

Kurz gesagt

Bildschirme machen Kinderaugen nicht krank, aber lange Naharbeit ohne Pausen kann die Augen ermüden und gilt als einer der Faktoren für Kurzsichtigkeit. Hilfreich sind die 20-20-20-Regel, ein Abstand von mindestens einer Armlänge, gutes Licht und genug Zeit draußen.

Was am Bildschirm passiert

Beim Blick auf ein Tablet oder Handy arbeiten die Augen ständig in der Nähe. Kinder halten Geräte zudem oft sehr nah. Gleichzeitig blinzeln wir am Bildschirm seltener, die Augen können trocken und müde werden. Typische Beschwerden sind brennende Augen, Kopfschmerzen oder verschwommenes Sehen nach langer Nutzung.

Die 20-20-20-Regel

Eine einfache Faustregel lautet: Alle 20 Minuten für 20 Sekunden in etwa 20 Fuß, also rund 6 Meter Entfernung schauen. Das entspannt die Nahanstrengung. Für Kinder lässt sich daraus ein Spiel machen – etwa: „Was siehst du draußen am Fenster?“

Abstand, Licht und Haltung

Kleine Gewohnheiten machen einen Unterschied:

  • Tablet und Bücher mindestens auf Unterarmlänge halten
  • Größere Bildschirme statt Handy für längere Aufgaben
  • Helles Raumlicht, kein Bildschirm im dunklen Zimmer
  • Aufrecht am Tisch sitzen statt liegend auf dem Sofa

Wie viel Bildschirmzeit ist in Ordnung?

Für Familien geben Fachstellen altersgerechte Empfehlungen zur Mediennutzung. Für die Augen zählt vor allem, dass Bildschirmzeit regelmäßig unterbrochen wird und genug Zeit im Freien übrig bleibt. Im Ratgeber zur Kurzsichtigkeit lesen Sie, warum Tageslicht so wichtig ist.

Und das Blaulicht?

Blaulichtfilter werden häufig beworben. Ein Filter kann die Belastung durch Bildschirmlicht verringern, ersetzt aber keine Pausen und kein Tageslicht. Wenn Ihr Kind trotz Pausen regelmäßig über Beschwerden klagt, lassen Sie die Augen augenärztlich untersuchen.

Häufige Fragen

Braucht mein Kind eine Bildschirmbrille?

In der Regel nicht. Wichtig ist, dass vorhandene Fehlsichtigkeiten korrigiert sind. Das klärt die augenärztliche Untersuchung.

Ist der Nachtmodus am Tablet hilfreich?

Er kann das Bild abends angenehmer machen. Für die Augen sind aber Pausen, Abstand und Tageslicht wichtiger.

Helfen Sie in Ravensburg bei Beschwerden am Bildschirm?

Wir beraten Sie gern. Bei Kindern empfehlen wir zuerst eine augenärztliche Untersuchung, danach finden wir gemeinsam die passende Brille.

Quellen und weiterführende Informationen

Fachliche Prüfung durch Claus Erb ausstehend · Stand: 23.10.2026. Dieser Ratgeber ersetzt keine augenärztliche Untersuchung.

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